Hat unsere Demokratie ein Zuhörproblem? Oder kann Zuhören sogar gefährlich sein? Und welche Rolle spielen Kunst und Literatur in einer Gesellschaft, in der Wahrheit und Freiheit zunehmend unter Druck geraten?
Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigt sich Kathrin
Röggla in ihrem aktuellen Buch
Nichts sagen. Nichts hören. Nichts sehen., aus dem sie am 23. Juni bei uns lesen wird.
Ausgangspunkt sind Beobachtungen einer Gegenwart, in der politische Konflikte und gesellschaftliche Krisen immer stärker ineinandergreifen: Beim „Reichsbürger“-Prozess in Frankfurt sitzen die Verfassungsfeinde längst nicht mehr nur auf der Anklagebank, an Universitäten werden antisemitische Parolen gesprayt, und über den Klimawandel wird erstaunlich leise gesprochen.
Alles scheint hyperpolitisch – auch die Kunst.
Wie immer streift Kathrin Röggla als engagierte Zeitgenossin durch unsere Gegenwart. Sie schaut hin, hört zu, befragt die Wörter und riskiert ihre Sätze, um neue Erzählformen zu finden. Denn in der sogenannten Polykrise stehen nicht nur gesellschaftliche Gewissheiten, sondern auch die Spielräume der Literatur zur Disposition. Hören wir überhaupt noch zu? Sehen wir die entscheidenden Dinge? Können wir noch miteinander sprechen?
LESUNG UND GESPRÄCH mit Kathrin Röggla – Moderation: Janna Schneider
WANN: Die. 23. Juni 2026 von 19:00 – 20:30
EINLASS: ab 18:30
EINTRITT: 12 – 18€ – Ticketkauf
INFO: –

